Kuchen und tartes

Apfel Mug Cake [1+1 Reihe]

Wir haben ja das Glück, dass wir in einem Stadtteil von Hamburg leben, wo wirklich alles fußläufig erreichbar ist. Wenn am Wochenende keine großes Ausflüge anstehen, bleibt das Auto gerne stehen, was durchaus von Vorteil ist, wenn man eh auf einen guten Parkplatz steht, denn diese sind wirklich rar. Das macht übrigens meiner Freundin, die von außerhalb kommt und einen Kombi fährt, wirklich immer sehr zu schaffen, wenn sie uns mal besuchen kommt. Enge Straßen, kleine Parklücken, und als noch die Baustelle vor unserem Haus war, wollte sie schon gar nicht mehr herfahren bzw. hat sie mir bereits am Vortag geschrieben, dass sie schon den totalen Horror davor hat, in unsere Straße einzubiegen.

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m Gegensatz zu ihr bin ich das totale Stadtkind. Ich finde es einfach toll eben nicht jede Seele zu kennen, wenn ich das Haus verlasse, ich liebe es, dass man sich am Sonntag nicht wie der letzte Mensch fühlt, weil die Straßen wie leer gefegt sind und es ich finde es immer wieder spannend, bei jedem Spaziergang durch „unser“ Stadteil irgendeinen neuen Laden zu entdecken. Das mit den neuen Läden, es sind in der Regel immer wieder neue Cafés, Klamottenläden oder Friseure, ist es ja immer so eine Sache. Ich registriere sie irgendwie, bleib vielleicht sogar mal stehen oder probiere auch was mal aus und hin und wieder überzeugt mich auch tatsächlich eine Neuentdeckung, aber im Grunde genommen habe ich für alle Gelegenheiten einen Stammladen.

So ähnlich verhält es sich mit Marken und Lebensmittel. Es gibt bestimmte Grundnahrungsmittel, die unabhängig von Saison und Jahreszeit immer ggf. vom selben Erzeuger/der selben Marke sind und im Einkaufskwagen landen, wozu auch unsere täglich verzehrten Apfel gehören. An dieser Stelle möchte ich noch kurz erwähnen: Genau, ich kaufe im Supermarkt ein und ja ich kaufe auch unsere Äpfel im Supermarkt. Ich gehe auch nicht auf den Wochenmarkt und ich radel erst recht nicht ins „Alte Land“, um die Äpfel direkt vom Obstbauern zu holen. Unter der Woche haben wir nämlich gar keine Zeit und am Wochenende vertrödeln wir dann doch lieber den ganz Vormittag. So jetzt ist es mal raus  Für spezielles Obst und Gemüse lauf ich eh lieber zum (Stamm-)Gemüsehändler um die Ecke.

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Mini Blueberry Banoffee Pies Rezept

Nun ja… mag jetzt sein, dass ich mich gerade in den letzten drei Absätzen in ein vielleicht nicht so tolles Licht gerrückt habe. Sooooo festgefahren und unflexibel bin ich nun auch wieder nicht. Für die 1+1 Reihe von Sandra vom Blog „Hase im Glück“ und mir habe ich mich sogar mal an etwas gewagt, dem ich, seit ich das erste mal davon gehört hatte, sehr skeptisch (um nicht zu sagen Nase rümpfend) gegenüber stand: Mug Cake. Ein Mug Cake ist ein „Kuchen“, der blitzschnell zusammen gerührt wird und in wenigen Minuten fertig aus der Mikrowelle kommt.

Ach ja, und falls es noch nicht ganz klar ist… es geht dieses Monat übrigens um Äpfel  Ehrlich gesagt hab ich ja ein kleines schlechtes Gewissen, weil Sandra ganz groß mit einer Apfel Pizza mit dreielerei Käsesorten, Parmaschinken, karamellisierten Zwiebeln und frittierten Salbeiblaettern aufgefahren hat, wogegen ich mit meinem maximal 5-Minuten Apfelkuchen aus der Mikrowelle regelrecht abschmier. Aaaaaaalso meine Tochter war ganz hin und weg, wobei ich nicht so genau weiß, ob tatsächlich der Kuchen an sich begeistert oder eher die Tatsache, dass man auf Kuchen gar nicht mehr so lange warten muss. Sie wollte abends nämlich wieder Kuchen „backen“ und das übliche Argument, dass es dafür schon viel zu spät sei, zog nicht wirklich. Schließlich dauert der ganze Prozess ja nur wenige Minuten.

Ich habe ja von vornherein nicht wirklich viel erwartet und war durchaus positiv überrascht. Die Farbe ist zwar schon mal ganz anders und die Krume ist auch nicht so fein wie man es von einem Rührkuchen aus dem Ofen gewohnt ist. Die Porung sind wesentlich gröber (dadurch sieht das Teil auch eher unfotogen wie ein Schwamm aus) und ein bisschen erinnert die Konsistenz und der Geschmack an einen extra dicken Pancake. Grundsätzlich würde ich lieber einem im Ofen gebackenen Kuchen immer bevorzugen, aber für den Kuchenhunger abends oder, was bei mir auch gerne vorkommt, mitten in der Nacht ist das wirklich eine geniale Lösung. Der Versuch hat sich also wirklich gelohnt 🙂

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Für zwei kleine Apfel Mug Cakes (Kaffeetasse) benötigt man (Rezept adaptiert von „Der Kuchenbäcker“ – leicht abgewandelt):

  • 1 großes Ei
  • 6 EL* + etwas Mehl
  • 3 EL Zucker
  • 2 EL zarte Haferflocken
  • 1/2 TL* Weinsteinbackpulver
  • 3 EL Milch
  • 1,5 EL geschmacksneutralen Öl
  • 1 kleiner Apfel
  • 1 Prise Salz
  • etwas Butter
  • etwas Zimt

* 1 EL = 15 ml, 1 TL = 5 ml

Zubereitung:

  1. Zwei Kaffeetassen mit Butter fetten und mehlen.
  2. Mehl, Backpulver, Haferflocken, Zucker und Salz mischen.
  3. Öl, Milch und Ei hinzufügen und gut verrühren.
  4. Apfel schälen, Kerngehäuse entfernen und würfeln (ca. 1 cm groß)
  5. Die Apfelwürfel unter den Teig heben und in die vorbereiteten Tassen füllen.
  6. Ein Stück Backpapier in die Mikrowelle legen (falls Teig überlaufen sollte).
  7. Für 3 Minuten bei 600 Watt (mehr Power hat unsere Mikrowelle nicht) in der Mikrowelle „backen“.
  8. Die fertigen Kuchen mit einigen Apfelscheiben dekorieren und mit etwas Zimt bestreuen (optional).

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