Suppen Vietnam

Bo Kho Rindereintopf [Vietnam Essen]

Es gibt so Tage, da ist einfach alles doof. Das fängt damit an, dass ich am Vorabend nicht einschlafen kann. Mir schwirren tausend Gedanken über dies und jenes im Kopf umher. Und wenn ich es doch noch geschafft habe, zu einer Uhrzeit, zu der andere vom feiern nach Hause kommen, einzuschlafen, wird gefühlt eine 10 Minuten später das Kind wach. Aaaah, Aufstehen, im Dunkeln rüber ins Kinderzimmer, sich auch noch fast den Hals brechen, weil man mal im Flur wieder über seine eigenen Schuhe gestolpert ist, und das Kind trösten. Den ganzen Hindernislauf durch den Flur zurück ins Schlafzimmer. So, jetzt ist man wieder wach, schnell wieder einschlafen, nur noch x Stunden zu schlafen. Aber so wird’s echt recht nicht. Ok, irgendwie hat es dann doch mit dem Wiedereinschlafen geklappt. Blöd, wenn dann der Wecker dann klingelt, wenn man doch gerade erst eingeschlafen ist. Eigentlich brauche ich nicht so viel Schlaf, trotzdem ist dieser Tag gelaufen. Wenn man dann auch noch den ganzen Tag mit Baulärm belästigt wird (Presslufthammer!), kann aus einer lieben und netten Person (die ich nunmal bin ;-)) auch ein Mr. Hyde werden.

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Obwohl ich dann zum Abend echt müde und geschafft bin, stell ich trotzdem mich in die Küche. Oder eigentlich es ist eher so, dass es gerade an solchen Tagen wichtig für mich ist, dass ich mich in die Küche zurückziehen kann. Klar, im ersten Moment habe ich überhaupt keine Lust, aber wenn ich erst mal dabei bin, bin ich froh. Ich verbanne Mann und Kind komplett aus der Kücher und koche mir einen Käffchen oder Tee und mache mich ganz in Ruhe an die „Arbeit“. Beim schnibbeln und rühren komm ich so richtig schön runter. Überhaupt versuche ich generell, während ich etwas tue, zu entspannen, also weg von diesen Gedanken zu kommen: wenn ich dies und jenes erledigt habe, kann ich mich entspannen. Also schon während dem Bügeln, Abwasch, Einkauf etc. tief durch atmen und sich schöne Gedanken machen. Klappt aber auch nicht immer.

Karottensuppe mit Orange und Ingwer

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Ja, und wenn eben alles nicht hilft, muss eben so richtiges Seelenfutter her. Und das beste Comfort Food für mich ist eben Essen von der Mama. Essen, was mich an zu Hause erinnert, ist mir vorallem wichtig, weil ich immer geerdet werde, ich mich wieder erinnere, was eigentlich wichtig ist, nämlich, dass man seine Familie hat, dass man Menschen um sich rum hat, die man aufrichtig liebt und die einen aufrichtig lieben.

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Für 3-4 Portionen bentögt man:

  • 500 g Gulasch
  • 500 g Karotten (ich habe Mini Karotten verwendet)
  • 400 g passierte Tomaten
  • 330 ml Kokoswasser
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Stange Zitronengras
  • 1 Zimstange
  • 2 Sternanis
  • 3 Nelken
  • 1/2 TL Koriander(samen)
  • 1/2 TL Fenchelsamen
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 2 TL Zucker
  • 2 EL Fischsoße
  • 1-2 EL Mehl
  • Erdnussöl
  • Salz
  • Thai Basilikum, Frühlingszwiebeln

Zubereitung: 

  1. Das untere Ende vom Zitronengras abschneiden, die äußeren Blätter (die sind meistens bisschen holziger) entfernen und in fingerlange Abschnitte teilen.
  2. Nelken, Koriander, Pfeffer und Fenchelsamen fein mahlen. Ich mach das mit einer Gewürz- und Kaffeemühle, die Gewürze gibt es aber in der Regel schon fertig gemahlen – dann aber etwas weniger davon nehmen.
  3. Fleisch mehlen zusammen, mit dem Zitronengras, Zimtstange und Sternanis in etwas Erdnussöl scharf anbraten.
  4. Knoblauchzehen hacken und kurz mit anbraten.
  5. Mit Kokoswasser ablöschen.
  6. Passierte Tomaten, Zucker, Gewürzmischung und Fischsoße hinzufügen und bei kleiner Hitze ca. 90 Minuten schmoren lassen.
  7. Karotten schälen (wenn man normalgroße verwendet, dann diese noch mal 3-4 cm dicke Stücke schneiden) und zum Eintopf geben.
  8. Etwa weitere 30 Minuten schmoren bis die Karotten gar sind.
  9. Ggf. mit etwas Salz abschmecken.
  10. Mit feingeschnitten Frühlingszwiebeln und Thai Basilikum garnieren und mit Baguette servieren.

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