Snack

Chai Minigugls mit dunkler Schokoladen Ganache

Eigentlich finde ich es ja voll blöd über das Wetter zu sprechen oder gar zu schreiben. Denn immer wenn ich mich mit jemanden über das Wetter unterhalte, dann weiß ich, dass es meistens aus dem Grund passiert, weil man sich sonst nicht viel zu sagen hat. Wie oft stand ich mit einer/m oder mehreren Kollegen/innen (die Sorte, die man kennt aber doch nicht kennt) im Fahrstuhl, wo nach einem kurzen unangenehmen Schweigen jemand dieses bricht, indem er/sie so etwas in der Richtig sagt wie: „Es ist aber auch kalt/warm/nass/schwül/dunkel geworden!“. Und irgendwie ist es auch immer so, dass wirklich so gut wie jeder darauf anspringt (natürlich inklusive mir – in dem Fall finde es nämlich auch besser über das Wetter zu sprechen als diese merkwürdige Stille) und eine kurze aber durchaus angeregte Unterhaltung los getreten wird. Ja, am Wetter hat wirklich jeder etwas auszusetzen, ob zu warm oder zu kalt. Irgendwas ist immer (und gemeinsam über eine Sache zu meckern, bringt irgendwie immer die Leute zusammen).

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Na ja, deshalb habe ich jetzt auch kurz hin und her überlegt, aber es ist nun einmal so, dass die aktuelle Wetterlage meinen Gemütszustand wesentlich beeinflusst. Es ist einfach viel zu warm! Mitten im Dezember bei +18° C durch die Stadt zu laufen und sich die Weihnachtsbeleuchtung anzuschauen ist doch mehr als befremdlich. Auch dass ich bereits blühende Bäume entdeckt habe, ist auch nicht minder bedenklich (aber ich werde jetzt nicht über globale Erwärmung schreiben).

Erdnuss Macarons mit dunkler Ganache und Karamellcrème

Es ist nun mal so, dass ich, wie schon des öfteren erwähnt, eigentlich der totale Weihnachtsmensch bin (muss ich mittlerweile schreiben „war“?), ich aber dieses Jahr nicht so richtig Weihnachtsstimmung kommen möchte. Zunächst dachte ich, dass es daran liegen könnte, dass als (Food-)Blogger Weihnachten schon spätestens ab November (wenn nicht noch früher) beginnt und wenn ein Weihnachtspost nach dem anderen aufpoppt, ist es ja natürlich, dass man irgendwann einfach ein wenig übersättigt ist, so dass ich es zuletzt vermieden habe, diese zu lesen.

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Die andere Überlegung war ja, dass es wirklich am Wetter liegen könnte. Die letzten Jahre hatten wir zwar auch keine weiße Weihnacht und die Dezembertage waren auch immer recht mild, aber dennoch haben wir immer es geschafft, spätestens nach dem 2. Advent (also recht früh) unseren Baum aufzustellen und diverse Weihnachtsmärkte unsicher zu machen. Allerdings wurden uns aber auch keine wie oben erwähnt +18° C (ich dachte ich seh nicht mehr richtig, als diese Zahl auf einer Temperaturanzeige in der Stadt gelesen habe) beschert. Ätzend, oder? Ich habe mich echt ein bisschen um meine Vorweihnachtszeit betrogen gefühlt.

Nun gut, hilft ja alles nicht. Das Wetter kann man ja so ad hoc auch nicht einfach ändern und alleine schon meiner Tochter zuliebe möchte ich mich auch nicht ganz und gar in einen Grinch verwandeln. Und ööwie sagt man so schön, manchmal muss man eben zu seinem Glück gezwungen werden. So haben wir die letzten Tage also damit verbracht einen Baum auszusuchen, Lichterketten anzubringen, Weihnachtskugeln zu gestalten und seit gestern steht auch endlich der Baum geschmückt im Wohnzimmer. Und was natürlich auch nicht fehlen darf, sind leckere weihnachtlich würzige Tees mit leckerem selbst gebackenen Weihnachtsgebäck.

Jaaaa und ich kann sagen, dass es wirklich geholfen hat. Heute, mit dem 4. Advent, bin ich endlich im Weihnachtsmodus. Und was hat natürlich am meistens geholfen? Richtig! Backen und vor allem das Backen mit meiner Tochter (aber die ganzen Back-Blogger wissen ja eh: Backen hilft… IMMER!). Wen es also gerade so geht wie mir vor einigen Tagen, dem empfehle ich mal eine kleine Backsession einzulegen (und währenddessen den einen oder anderen Glühwein schlürfen).

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Diese Chai Minigugls verbreiten schon während des Backens so einen wunderbaren Duft und allerspätestens, wenn der erste Minigugl im Mund verschwunden und die Schokoladen Ganache auf der Zunge zergangen ist, muss man einfach in den Festtagsmodus kommen. Und wenn das aber immer noch nicht hilft, dann legt man eben noch eine Backsession ein und sucht sich mindestens ein Rezept aus der aktuellen Runde von #ichbacksmir, wo sich diesmal alles um „Gefülltes“ dreht 🙂

Für ca. 25-30 Chai Minigugls benötigt man:

  • 1 Ei
  • 100 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 80 ml Milch
  • 35 g + etwas Butter
  • 5 g Weinsteinbackpulver
  • 1 EL + etwas Kakao
  • 1 Teebeutel Chai Tee
  • 1 Prise Salz
  • 40 g Zartbitter Schokolade (60% Kakaoanteil)
  • 40 g Sahne
  • Zimt

Zubereitung:

  1. Für die Minigugls Milch kurz aufkochen, Teebeutel hinzufügen und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Teebeutel anschließend entfernen und die Milch etwas abkühlen lassen.
  2. Butter schmelzen. 35 g zur Milch geben und gut verquirlen. Etwas abkühlen lassen.
  3. Mehl, Backpulver, Kakao und Salz mischen.
  4. Ei, Tee-Milch-Butter Mixtur und Zucker gut verquirlen und zu den trockenen Zutaten geben.
  5. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten ( der Teig ist relativ flüssig).
  6. Den Teig in einen Einwegspritzbeutel (Gefrierbeutel geht auch) füllen und ca. für 20-30 Minuten kühlstellen.
  7. Guglform mit flüssiger Butter leicht fetten.
  8. Währendessen den Ofen auf 180° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
  9. Eine kleine Spitze vom Spritzbeutel abschneiden und die Backform befüllen (die Mulden sollten schon fast voll sein, dass das Loch sich schließt)
  10. Ca. 10 Minuten backen (Stäbchenprobe).
  11. Minigugls vollständig auskühlen lassen und anschließend aus der Form entnehmen.
  12. Für die Ganache Schokolade grob hacken.
  13. Sahne kurz aufkochen und über die Schokolade gießen.
  14. Kurz stehen lassen und verrühren bis eine homogene Masse entsteht.
  15. Die Ganache in einen Spritzbeutel füllen und die Minigugls damit füllen
  16. Kakao und Zimt mischen (Verhältnis 2:1) und die Minigugls damit bestreuen.

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