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Erdbeer Limetten Minigugls

Als ich vor zeimlich genau 5 Monaten begann, meinen Blog zu starten, habe ich nicht großartig darüber nachgedacht. Ich hatte keine bestimmten Ziele oder bestimmte Erwartungen gehabt. Ich hatte auch keine Ahnung, was Bloggen eigentlich bedeuten oder welchen Platz das Bloggen in meinem Leben einnehmen würde.

Wie so vieles im Leben gibt es immer zwei Seiten einer Medaillie. Zu den positiven Dingen gehört auf jeden Fall die ganzen schönen Blogs mit vielen netten Menschen, die dahinter stecken, die ich nach und nach kennengelernt habe. Zwischen vielen herzlichen und lieben Rückmeldungen, worüber ich mich echt freue, konnte ich auch viel lernen. Und obwohl ich eigentlich noch ganz frisch dabei bin, machte sich nach und nach auch bei mir ein wenig Frust breit. Nicht, dass es mir um besonders viele Kommentare, Follower oder Klicks geht, sondern ich fing an, mich mit anderen zu vergleichen. Aber wie schon im echten Leben ist es mit dem Vergleichen immer eine blöde Sache. Denn plötzlich war ich mit meinem Layout, mit meinem Bildern und meinen Texten unzufrieden.

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Wenn dann sein Blog, auch wenn es nur vereinzelnd ist, auf einer besagten Plattform (wo einem mehr Besucher und Leser für seinen Blog versprochen wird) eine schlechte Bewertung erhält, die gerne anonym und in keiner Weise konstruktiv (ohne jegliche Begründung) stattfindet (ich dachte eigentlich, dass Internet bzw. Anonymität einen ein bisschen mutiger macht), dann geht so etwas nicht ganz spurlos an einem vorbei.

Chai Minigugls mit dunkler Schokoladen Ganache

Da ich ich von Natur aus, ein sehr selbstkritischer Mensch bin und am liebsten alles sofort perfekt ohne fremde Hilfe können und schaffen muss, habe ich mir dann mir Frage gestellt, ob Bloggen generell das „richtige“ für mich ist. Und die Antwort ist eindeutig: Ja, klar ist Bloggen das richtige, denn es kann nicht das falsche sein. Es ist letztendlich mein Blog, ich kann tun und lassen, was ich will. Ich kann posten, was ich will. Meine Fotos können so aussehen, wie sie aussehen. Ich muss mich keiner Kritik stellen. Ich kann, aber ich muss nicht. Ich kann entscheiden, was für ein Mitglied ich in der Blogger-Szene sein will, ob laut oder leise, ob mitten drin oder nur am Rand. So stellte sich auch die Frage, wie viel persönliches ich einbringen möchte. Klar, hier und da, lasse gerne Erlebnisse, Gefühle und Erinnerungen einfließen. Aber mehr?

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Als ich dann mitbekam, dass Steph (Kleiner Kuriositätenladen) das Blogevent „Behind the Scenes“ ins Leben rief und ich schon diverse Beiträge las, fragte ich mich, ob ich da mitmachen möchte. Mut gemacht, hat mir vorallem der Stephs Satz „Ihr MÜSST nicht komplett die Hosen runterlassen“. Und wie man sehen kann, hab ich es gewagt, noch ein wenig mehr von mir zu teilen.

Alles beginnt – ist doch klar – in der Küche. Wir haben eine solch winizige Küche, dass ich es garnicht geschafft habe sie komplett abzulichten, weil ich nicht genug Abstand nehmen konnte. Zwar gibt es Tage, an denen wünsche ich mir ein größerer Küche mit noch mehr Schränken, großerer Ablage- und Arbeitsfläche. Aber da ich ziemlich gut in improvisieren bin und mein Mann ein wahrer Packmeister ist, ist das im Großen und Ganzen kein Problem. Ich hab schon ein großes Familien Drei-Gänge-Weihnachtsmenü und für diverse Partys gekocht und gebacken.

Wie man sieht, ist alles ganz gut voll gehangen. Die Backformen haben heute noch drauf gewartet, verstaut zu werden und auch das Waffeleisen steht normalerweise nicht draußen. Aber es gab heute Lütticher Waffeln und ich hab es auch noch nicht weggeräumt. Übrigens habe ich mich heute eher spontan dazu entschlossen den Behind-the-Scenes Post zu verfassen und nicht extra vorher aufgeräumt. Es ist alles aus direkt aus meinem/unserem Leben gegriffen. Überhaupt bin ich wahrscheinlich im Gegensatz zu den anderen Küchenfeen eine Chaotin. Ich folge keinen rechten Reihenfolgen und versuche alles am besten gleichzeitig zu erledigen.

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Ja, so ein Teil hab ich auch. Da ich, wie gesagt, heute Waffeln gebacken habe, genoss die Schüssel zu der Zeit ein Schaumbad im Geschirrspüler und fehlt leider auf dem Foto.

Unser Geschirr – wie man sieht habe ich ein Schwäche für große Tassen, zum Leid meines Mannes. Aber ich kann einfach nicht anders, wenn ich eine Jumbotasse irgendwo zu fassen bekomm, muss die mit nach Hause. Es gibt nichts gemütlicheres als Tee aus einer großen Tasse zu trinken.

Das Glas hat im Moment noch keinen Platz gefunden, ich muss mal schauen, wo ich es unterbringe. So offen auf dem Regal ist nicht die perfekte Lösung. Denn eigentlich gehören in ein Regal schließlich Bücher, respektive in der Küche sogar Kochbücher. Da ich bekannterweise ich keine besitze (oder nur vereinzelnd das eine oder andere Macaron-Buch), darf das Glas dort noch ein bischen verweilen.

Links sieht man eine alte selbstgebaute Kreidetafel, die wir für Emilie von einem Arbeitskollegen geschenkt bekommen haben. Leider war die Tafel für Emilie auf Dauer wohl zu langweilig. Auf dem kleinen Tisch zur rechten schieße ich ziemlich oft meine Bilder.

Jetzt, wo das Wetter so schön ist, ziehe ich zum Fotografieren aber auch gerne mal auf den Balkon um. Hin und wieder fotografiere ich auch auf unserem Esstisch, der auch als Arbeitsplatz dient.

Das ist mein Kunstlichtset, obwohl ich immer versuche lieber bei Tageslicht zu knipsen, wo sich mittlerweile nach und nach immer mehr sogenannte Props sammeln. Unter dem Tisch habe ich noch diverse Bretter und Tapeten liegen, hab aber vergessen diese abzulichten.

Hui, so ein Rundgang und die Fotos machen (zumindest mich) doch ganz schön hungrig. Und weil ich so fleißig gebacken und ich natürlich eine gute Gastgeberin sein möchte, schmeiß ich mal ne Runde Erdbeer Limetten Minigugls schmeißen.

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Für ca. 20 Erdbeer Limetten Minigugls (Ø 4cm) benötigt man:

  • 1 Ei
  • 80 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 2 g Weinsteinbackpulver
  • 60 g Zucker
  • 1 Limette
  • 2 große oder 4 kleine Erdbeeren
  • etwas Puderzucker

Zubereitung:

  1. Limette heiß abwaschen, Schale abreiben und Saft auspressen.
  2. Alle trockenen Zutaten bis auf den Puderzucker miteinander vermischen.
  3. Limettensaft erhitzen und Butter darin schmelzen. Das Ganze abkühlen lassen, Ei darin verquirlen.
  4. Flüssige Zutaten zu den trockenen geben und gut verrühren.
  5. Die Erdbeeren fein würfeln oder mit einer Gabel zerdrücken und unter den Teig heben.
  6. Den Teig in einen Einwegspritzbeutel oder Gefrierbeutel geben und ca. 30 Minuten kaltstellen.
  7. In der Zwischenzeit den Ofen auf 180° C vorheizen.
  8. Ein kleine Spitze vom Spritz- oder Gefrierbeutel abschneiden und die Minigugl-Form befüllen. Ggf. die Form vorher fetten (bei meiner Form ist das nicht nötig).
  9. Ca. 10-12 Minuten backen.
  10. Die Gugls vor Entnehmen aus der Form auskühlen lassen. Die Form vor dem zweiten Befüllen grob von Kuchenresten befreien und mit Wasser auspülen.
  11. Die ausgekühlten Minigugls mit etwas Puderzucker bestreuen.

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