Snack

Im Glas Grießpudding mit Himbeersoße [1+1 Reihe]

Einen meiner liebsten Freunde habe ich damals im ersten Semester meines Studiums kennengelernt. Ich glaube, es war so, dass wir am ersten oder zweiten Tag in der Mensa am selben Tisch saßen. Er kannte schon den einen oder anderen Kommilitonen noch aus der Schule und ich tat mich ein bisschen schwer, da ich unter 60 Männern eine von drei Mädels war. Ihm wurde aber nach einigen Wochen wohl klar, dass das Studium doch nicht so das richtige für ihn war, so dass er das übrige Semester eher aus sozialen Gründen anwesend war. Später probierte er hier und da noch ein anderes Fach aus und machte noch ein paar Jobs. Es hat lange gebraucht, (lange in dem Sinne, dass irgendwie von einem nach der Schule erwartet wird, einen gradlinigen Weg zu gehen) – ich sag dazu eher, dass er seine seine Zeit gebraucht hat, um herauszufinden, was er im Leben will. Wir haben uns damals öfters darüber unterhalten. Denn: Klar, geht es einem mit Anfang 20 nicht wirklich gut damit, wenn man nicht weiß, wohin man will und gleichzeitig noch bestimmte Erwartungen erfüllen möchte.

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Ich kannte das Gefühl zu gut. Meine Eltern sind vor meiner Geburt in einem kleinen Fischerboot auf’s offene Meer geflüchtet. Lieber hätten sie den Verlust ihres Lebens in Kauf genommen als weiterhin in ihrer damaligen Heimat leben zu müssen. Wofür? Damit es ihnen mal besser geht, damit es den Kindern mal besser gehen wird. Ja, und es geht uns gut! Das muss man jetzt mal ganz klar sagen. Wir leben in einem Land, in dem einem so gut wie alle Türen offen stehen und in dem wir soooooo viele Möglichkeiten haben. Aber ich glaube, dass gerade dieser Luxus, es einem nochmal schwerer macht sich zu entscheiden. Natürlich spielen bestimmt auch viele andere Faktoren wie Erziehung oder Charakter eine Rolle.

Mir ist gerade wieder bei dem aktuellen Thema der 1+1-Reihe (einer Aktion von Sandra und mir) „Alles im Glas“ aufgefallen, dass es mir immer schwerer fällt mich zu entscheiden je mehr Möglichkeiten es gibt. Denn in so ein Weck-Glas kann ja so alles mögliche rein. Marmelade, Chutney, eingelegtes Gemüse (ich will schon ganz lange das Kimchi meiner Tante machen), Brot oder wie Sandra es getan hat, Kuchen. Bei ihr gibt es einen Schokoladenkuchen mit Pfefferminzcreme. Mh, lecker – ich liebe diese Kombi! Ich hab früher in einer Eisdiele gearbeitet und konnte mich damals an dem Schokominzeis einfach nicht überessen.

Matcha Macarons mit Orangencrème

Am Ende bin ich total mit dem Flow gegangen. Ich hatte an einem Nachmittag total die Lust auf Grießpudding bekommen und hatte auch noch eine Packung TK-Himbeeren, so dass eben mein Bauchgefühl die Entscheidung dazu getroffen hat, obwohl ich weiß, dass sich bei süßen Grießgeschichten sich die Geister scheiden (die einen lieben es, die anderen hassen es). Tja, ich werde öfters auf meine Bauchgefühl hören 🙂

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Für 3 Portionen benötigt man:

  • 300 g Milch
  • 80 g Sahne
  • 30 g Hartweizengrieß
  • 25 g Zucker
  • 1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
  • 200 g TK Himbeeren
  • 100 g Himbeermarmelade

Zubereitung:

  1. Für den Grießpudding Milch, Sahne und beide Zuckersorten in einen Topf geben und einmal kurz aufkochen lassen.
  2. Hartweizengrieß unter Rühren hinzufügen.
  3. Das ganze unter ständigen Rühren ca. 5 Minuten köcheln lassen bis der Grieß merklich gequollen ist und die Masse andickt.
  4. Den Grießpudding zu gleichen Teilen in drei Gläser füllen.
  5. Für die Himbeersoße die TK Himbeeren mit der Himbeermarmelade erhitzen.
  6. Die Himbeersoße solange köcheln lassen bis die Himbeeren ganz weich sind und zerfallen.
  7. Wer mag, kann die Himbeersoße noch durch ein Sieb passieren. Ich war leider zu bequem, die Himbeersoße nochmal zu passieren. Normalerweise stören mich die kleinen Kerne nicht, aber diesmal hätte ich das schöner gefunden, wenn die Soße ganz glatt und fein wäre. 
  8. Die Himbeersoße auf den Greißpudding geben.
  9. Am besten kalt genießen!

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