Teig

Kartoffelquiche mit Ziegenfrischkäse und Mojo verde

Juchu! Heute gibt es mal wieder einen ganz frischen Post, während ich ja die letzten Post schon fertig in den Startlöchern standen. Ich hatte ja erzählt, dass ich letzte Woche mir zwei freie Tage gegönnt hatte. Da konnte wieder gebacken, gekocht, gefoodstylt und fotografiert werden. Natürlich habe ich die letzten Wochen trotzdem gekocht und etwas gebacken (und wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich trotzdem hin und wieder gerne Essen fotografiere), aber es hat auch was, sich vorher kein Essens-Arrangement auszudenken, auszurichten und aus gefühlten hundert Perspektiven zu abzulichten.

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Ich muss ja gestehen, dass mir diese Minipause (die hier ja nicht wirklich zu bemerken war) von diesem Tamtam echt gut tat. Ich hatte in letzter das Gefühl, dass ich etwas angestrengt war und dass die sonstige Leichtigkeit (vielleicht war es auch nur die Anfangseuphorie) während des Schreibens irgendwie weg war. Vieles wurde zu einem Muss oder sogar fast schon Zwang, z. B. das Posten alle 2-3 Tage oder auch der Druck, mal wieder an einem Blogevent teilzunehmen, obwohl ich nicht weiß, mit wem, außer mir, ich mich eigentlich im Wettbewerb befinde.

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Ich weiß auch wirklich nicht, wie die anderen Blogger das neben Job, Familie, Partnerschaft, Freunde und anderen Hobbies so anstellen. Also mein Tag bräuchte – besonders im Moment – dafür mindestens 2-3 Stunden mehr, um nicht nur den Blog ansich zu pflegen (plus dem ganzen Social Media Kram), sondern sich auch noch etwas für diverse Blogevents, Blogparaden und Co. auszudenken und dieses zu kochen bzw. zu backen (abgesehen mal davon, geht das meiste sowieso irgendwie oft an mir vorbei). Oder vielleicht wahrscheinlich muss einfach mal mein Blog-Workflow mal überarbeitet werden *lach.

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Aber Scherz beseite, es kann ja nicht sein, dass ein Hobby plötzlich anfängt, eine Belastung zu werden. Vielleicht werde ich in Zukunft nur noch 1-2 mal die Woche etwas posten, ich weiß es noch nicht. Auf jeden Fall, habe ich beschlossen, nichts mehr zu müssen und nur noch das zu machen, worauf ich Lust hab und auch nur dann, wenn ich drauf Lust habe. Für viele wird das wahrscheinlich ganz selbstverständlich sein, aber mir tut es ganz gut, das mal so runter zu schreiben. Im echten Leben fällt es mir auch hin und wieder schwer, bei mir selbst zu bleiben, es mal nicht alles recht zu machen und mal nein zu sagen. Und auch da muss ich mich selber auffordern, mich wieder auf mich und meine Bedürfnisse zu besinnen.

Aber trotz allem bin ich froh, dass ich es heute zum 26. pünktlich zu #ichbacksmir geschafft hab. Das hätte ich aber mit Sicherheit nicht, wenn ich nicht diese kleine Pause eingelegt hätte und vorher noch alle 2-3 Tage etwas gepostet hätte. Allerdings ist das Thema diesen Monat auch sehr leicht, um es locker in den Alltag zu integrieren, und wäre so oder so auf den Tisch gekommen. Quiche geht bei uns wirklich immer. Diesmal hatte ich allerdings keine Lust auf Mürbeteig oder Blätterteig, die doch einen relativ hohen Fettgehalt haben. Ich hab mich für einen lockeren Hefeteig entschieden. Na ja, ich geb’s ja zu, das was ich an Fetten gespart hab, mach ich mit Kohlenhydraten wieder wett, denn auf die auf den Hefeboden kommen Kartoffeln, aber nur in hauchdünnen Scheiben. Aber Kartoffeln sind nunmal die perfekte Grundlage zur Mojo verde und der Ziegenfrischkäse passt auch hervorrangend dazu. Wer also keine Angst vor Kohlenhydraten hat und großer Fan von Knoblauch ist, sollte die Kombi unbedingt mal probieren.

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Für die Mojo verde benötigt man:

  • 1/2 Bund Koriander
  • 1/2 Bund glatte Petersilie
  • 3 Knoblauchzehen
  • Abrieb einer Zitrone
  • 15 ml Zitronensaft
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz

Für eine Quiche (Ø 26 – 28 cm) benötigt man:

  • 200 g Dinkelmehl Typ 1050
  • 100 ml Wasser
  • 10 g Frischhefe
  • 5 g Salz
  • 15 g + etwas Olivenöl
  • 300 g Kartoffeln
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Für die Mojo Verde Kräuter, Knoblauch, Zitronensaft und Olivenöl glattmixen.
  2. Zitronenabrieb unterrühren.
  3. Mit Salz abschmecken.
  4. Für den Hefeteig Hefe in lauwarmen Wasser auflösen.
  5. Mehl, und Salz vermischen, anschließend das Öl und das Hefewasser hinzugeben.
  6. Das Ganze gründlich zu seinem glatten Teig verkneten (je nach Teigbeschaffenheit ggf. etwas Wasser oder Mehl hinzufügen).
  7. Den Teig zugedeckt ca. 30-40 Minuten gehen lassen (das Volumen muss deutlich zugenommen haben).
  8. Den Ofen auf 200° C (Umluft) vorheizen.
  9. Für den Belag Kartoffeln waschen und in ca. 1 mm dünne Scheiben schneiden.
  10. Die Kartoffelscheiben in Salzwasser ca. 3-4 Minuten kochen und anschließend gründlich abtropfen lassen.
  11. Den Teig etwas größer als die Backform ausrollen und diese mit dem ausgerollten Teig auslegen. Überstehenden Teig abschneiden.
  12. Boden gleichmäßig mit einer Gabel mehrmals einstechen, mit etwas Olivenöl bepinseln und den Kartoffelscheiben belegen.
  13. Die Kartoffelscheiben ebenfalls mit Olivenöl bestreichen.
  14. Den Ziegenfrischkäse grob zerkleinern und über die Kartoffeln geben.
  15. Ca. 20 Minuten backen.
  16. Die gebackene Quiche mit grob gemahlenen Pfeffer bestreuen und mit etwas Mojo verde beträufeln.

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