Teig

Kürbis Flammkuchen mit Gorgonzola und Thymian [1+1 Reihe]

Ich finde es ja immer wieder total abgefahren, wenn so Mitte/Ende August die Supermarktregale sich langsam mit den ersten Weihnachtsartikel füllen. Es fängt ja erst einmal mit einer ganz kleinen unscheinbaren Ecke an und breitet sich dann immer weiter aus. Und jetzt so ab Mitte Oktober geht’s richtig los. Hallo??? Wir haben doch noch Herbst. Aber wenn ich mir die Temperaturen so betrachte, sind wir schon mitten Winter. Letzte Woche habe ich meine Winterjacke aus dem Schrank geholt, ohne dass die Übergangsjacken so richtig zum Einsatz gekommen sind. Mütze ist mittlerweile auch wieder ein Muss und ohne Handschuhe geht Fahrrad fahren auch gar nicht mehr (abgesehen mal davon, dass es wie aus Eimern gießt, so dass das Fahrrad eh im Keller bleibt). Na ja und die Weihnachtsdeko, die der restliche Einzelhandel wieder ausgepackt hat, tut ihr übriges. Fehlt nur noch, dass jetzt schon damit angefangen wird, die ersten Jahresrückblicke zu verfassen.

Kuerbisflammkuchen1

Wenn also ich anfangen würde, das letzte Bloggerjahr Revue passieren zu lassen, würde ich sicherlich schreiben, dass ich sich viel getan hat. Nicht nur, dass ich sich optisch sehr viel getan hat, sondern dass sich auch meine Einstellung zum Bloggen und zu Blogs, nun ja ich würde nicht sagen geändert, sondern vielmehr verfestigt hat. Ich fühl mich gut, mit der Art und Weise wie ich was wann blogge und kann 100%-ig dahinter stehen. Klar, im Moment ist gerade bei mir, was Regelmäßigkeit angeht, die Luft raus. Aber auf der anderen Seite ist auch der Druck raus (und das natürlich auch Dank der lieben Worte, die unter den Posts, die dieses Thema aufgriffen, von euch verfasst wurden).

Quiche mit Hackfleisch, Spinat und Feta

Zu den absoluten Highlights gehört natürlich auch, dass ich ein paar ganz liebe Bloggerkolleginnen persönlich kennen lernen durfte. Und dass ich am letzten Wochenende nun endlich Sandra von Hase im Glück in München persönlich getroffen hab, war der absolute Knaller, wo unsere gemeinsame Aktion doch nun fast ihr einjähriges feiert.

Kuerbisflammkuchen3

Ich muss ja sagen, dass ich zwar schon aufgeregt war, aber es war mehr die Vorfreude als die Sorge, dass alles vielleicht blöd sein könnte und wir danach womöglich gar nichts mehr miteinander zu tun haben wollen würden. Aber im großen und ganzen war ich zu meinem eigenen Erstaunen recht entspannt, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich nicht das Gefühl hatte jetzt jemand völlig fremdes zu treffen. Und ich sag mal so, (aller)spätestens als wir gemeinsam kreuz und quer über den Viktualienmarkt geirrt sind, war das Eis gebrochen. Unglaublich, wie 5,5 Stunden so *husch einfach einem vorbeifliegen können. Und nun bin ein bisschen traurig darüber, dass Hamburg und München soooo weit voneinander entfernt sind. Dafür tröste ich mich, dass wir uns dafür aber heute wieder virtuell treffen und miteinander kochen und backen.

Dass im Oktober nichts besseres als „Kürbis“ sich als Thema anbietet, war ja sehr schnell klar. Und ich weiß gerade nicht, welche Tatsache ich jetzt knallermäßiger finde. Entweder, dass wir in diesem Monat mal unsere „Rollen“ unabgesprochen getauscht haben (normalerweise ist ja Sandra mehr für herzhaftes und ich bin für Süßes „zuständig“) und Sandra diese mega fluffigen Kürbis-Zimtschnecken mit einem Frischkäse-Ahronsirup-Topping und karamellisierten Kürbiskernen gebacken hat, oder dass wir uns bei den Fotos für fast das gleiche Farbschema entschieden haben.

Kuerbisflammkuchen4

Für 2 Kürbis Flammkuchen benötigt man:

  • 120 g Weizenmehl Typ 1150
  • 120 g Vollkorn Dinkelmehl
  • 130 ml lauwarmes Wasser
  • 3 EL Öl
  • 1 TL Salz + etwas
  • 150 g Crème fraîche
  • 150 g milder Gorgonzola
  • 1/2 kleinen Hokkaido Kürbis
  • frischer Thymian
  • optional Balsamico Crème

Zubereitung:

  1. Beide Mehle und 1/2 TL Salz mischen. 1 EL Öl und Wasser hinzufügen und das ganze zu einem glatten Teig verkneten (ruhig so 5 Minuten lang).
  2. Den Teig in Klarsichtfolie schlagen und ca. 30 Minuten ruhen lassen.
  3. Ofen auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen
  4. Den halben Kürbis entkernen und in sehr dünne Schieben schneiden (1-2 mm dick).
  5. Die Kürbisscheiben in eine große Schüssel geben und das restliche Öl und eine großzügige Prise Salz hinzufügen. Gut vermengen, dass alle Kürbisspalten mit Öl überzogen sind.
  6. Gorgonzola in Würfel schneiden.
  7. Den Teig halbieren und eine Teighälfte zwischen zwei Lagen Backpapier dünn ausrollen.
  8. Mit der Hälfte Crème fraîche betreichen und mit der Hälfte der Kürbisscheiben belegen
  9. 18-20 Minuten backen (währenddessen die zweite Teighälfte ausrollen und belegen).
  10. Mit frischen Thymian garnieren und optional mit Balsamico Crème beträufeln.

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