Frühstück

Süßkartoffel Hummus [1+1 Reihe]

Kennt ihr das? Ihr seid bei lieben Bekannten, Verwandten oder Freunden zum Essen eingeladen und ihr freut euch einfach auf einen netten Abend in netter Gesellschaft. Doch dann passiert es, dass der Gastgeber noch bevor das Essen auf den Tisch steht sich ständig für sein Essen entschuldigt: „Ich habe nur etwas ganz einfaches gemacht“, „Ich hoffe, ihr mögt das“, „es ist bisschen fad/versalzen/kalt/verkocht…“, „du musst das nicht essen“ usw. Ich meine, ich kenne dieses Gefühl alles immer perfekt machen zu wollen und es allen recht zu machen, aber irgendwie ist es doch total unnötig, oder? Schließlich ist man in erster Linie wegen der netten Menschen da, um eine schöne gemeinsame Zeit zu verbringen und hat keinen Tisch in einem Gourmet Tempel reserviert. Es gibt einfach Entschuldigungen und Rechtfertigungen, die müssten doch eigentlich nicht sein. Verursacht bei dem Gegenüber schließlich doch eigentlich auch ein merkwürdiges Gefühl, man fühlt sich schon ein bisschen gezwungen, ständig positiv über das dargebotene Essen sprechen zu müssen (und das womöglich immer und immer wieder).

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Und während ich diesen Post schreibe, habe ich jetzt das Gefühl, ich müsste mich (wieder) dafür entschuldigen, dass der Abstand zu dem letzten Post soooo lang geworden ist. Und ihr würdet mir vielleicht wieder schreiben, dass ich so bloggen soll wie ich möchte. Wäre irgendwie ein Deja vu, oder? Wenn ich jetzt also erzähle, dass ich die letzten Wochen wirklich sehr eingespannt und dann noch gesundheitlich etwas ausgeknockt war (aber wirklich nichts schlimmes), soll das keine Entschuldigung oder Rechtfertigung werden, sondern einfach mal eine kleine Info sein 🙂

Blaubeer Chutney

Das „Problem“ ist an den langen Blogpausen ist allerdings manchmal, dass man irgendwie raus kommt. Und trotz der Liebe zum Fotografieren und Schreiben, bin ich jetzt echt einfach mal raus. Ist natürlich nicht immer so, manchmal können solche Pausen natürlich auch Wunder bewirken und frischen Wind bringen.Vielleicht liegt es im Moment auch einfach daran, dass ich immer noch so viel um die Ohren habe. Nichtsdestotrotz freue ich mich, dass hinter diesem Post eine schöne Verpflichtung steht und ich praktisch gezwungen bin (im positiven Sinne natürlich) mich wieder hinter die Kamera und an den Laptop zu klemmen.

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Jaaaaa, wer hier schon lange bei mir zu Gast ist (und mit treu geblieben ist), weiß, dass Sandra von „Hase im Glück“ und ich am 17. jeden Monats mit einem festgelegten Thema zusammen kochen oder backen. Und diesen Monat haben wir uns auf Süßkartoffeln geeignet.

Ich hatte ja letzte Woche Geburtstag. Und in den letzten Jahren ist mir das immer wichtiger geworden. Nicht, dass das Älterwerden mir jetzt sooooo viel Spaß macht. Ne, ich meine eher, dass es eine schöne Gelegenheit ist, alle seine lieben mal wieder einzuladen, die man sonst viel zu selten sieht. Da ich aber wie gesagt für großartige Vorbereitungen viel zu beschäftigt war, fiel alles ein bisschen kleiner aus. Bisschen Fingerfood, Knabberkram und u.a. dieses leckere Süßkartoffel Hummus. Eben nichts großes, aber trotzdem lecker und wofür man sich auf keinen Fall entschuldigen muss.

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Für den Süßkartoffel Hummus benötigt man (Rezept von Food Vegetarisch – abgeändert):

  • 1 große Süßkartoffel
  • 1 Dose Kichererbsen (400 g)
  • 40 g Tahini (Sesampaste)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1/4 TL gemahlener Koriander
  • 1/2 TL Paprika
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz
  • Olivenöl
  • Granatapfelkerne, glatte Petersilie, Minze (optional)

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180° C (Umluft) vorheizen.
  2. Süßkartoffel schälen und in 2 cm dicke Scheiben schneiden
  3. Knoblauchzehen andrücken.
  4. Knoblauchzehen und Süßkartoffelscheiben mit ca. 3 EL Olivenöl mischen, dass alles gleichmäßig überzogen ist, und in eine Auflaufform o. ä. legen.
  5. Ca. 20-25 Minuten backen (nach 10-15 Minuten wenden).
  6. Kichererbsen abtropfen lassen und ggf. etwas von der Flüssigkeit auffangen.
  7. Die Knoblauchzehen von der Schale befreien und mit den gerösteten Süßkartoffelscheiben (inkl. Öl), Kichererbsen, Gewürzen und Zitronensaft pürieren.
  8. Wenn die Masse zu fest ist, eventuell etwas von der Abtropfflüssigkeit hinzufügen (oder man kann auch, wie es Katja von Stiletto & Sprouts bei ihrer Hummus Version gemacht hat, etwas Joghurt hinzufügen)
  9. Mit Salz abschmecken.
  10. Großzügig mit Olivenöl beträufeln.
  11. Optional mit Granatapfelkerne, Minze, Petersilie garnieren.

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