Teig

Tagliatelle mit Maronen, Speck und Salbei [1+1 Reihe]

Der dritte Advent liegt bereits hinter uns und ich muss gestehen, dass ich einfach nicht in Weihnachtsstimmung kommen will. Da haben auch nicht diverse Weihnachtsmarktbesuche geholfen, wo ich mit Glühwein in der einen Hand und einer Bratwurst in der anderen Hand Runde für Runde meiner Tochter beim Karussell Fahren zugeschaut habe. Ihr müsst wissen, dass der nächste Stadtteil Weihnachtsmarkt nur ca. 10 Minuten fußläufig von der Kita entfernt ist und ich praktisch so gut wie jeden Tag gefragt werde, ob wir nicht wieder zum Karussell gehen könnten. Letztes Jahr fand ich selber es so toll, dass ich fast jeden Nachmittag bereitwillig dort verbringen wollte, was sich eindeutig im Portemonnaie bemerkbar gemacht hatte. Eigentlich hätten wir dieses Jahr eine kleine Danksagung in Form Gravur im einem Karussellfigürchen oder so was verdient. Bestimmt haben wir das halbe Karussell finanziert 🙂

Maronen-Tagliatelle1

Vielleicht liegt es auch am Wetter, denn im Moment sieht das Wetter so gar nicht Winter oder gar Weihnachten aus. Es ist einfach noch viel zu warm. Aber nun gut, die letzten Jahre war es auch schon so und an weiße Weihnachten kann ich mich gar nicht erinnern. Ne, ich habe einfach keine Ahnung, warum ich dieses Jahr zu einen kleinen Grinch mutiert bin. So war es eigentlich immer so, dass ich meinen Mann schon kurz nach dem ersten Advent damit nerve, wann wir denn endlich unseren Baum kaufen und habe mich selber damit vertröstet, die Fenster mit Lichterketten auszustatten, die Weihnachtsdeko rauszuholen und die ersten Plätzchen zu backen. Tatsächlich war es immer so, dass die Vorweihnachtszeit und Weihnachten selbst für mich zur schönste Zeit des Jahres gehörten.

One Pot Pasta mit Gorgonzola und Spinat [1+1 Reihe]

Das Einzige, was ich bisher geschafft habe, ist Plätzchen mit meiner Tochter zu backen und zu dekorieren. Dieses Jahr ist es sogar auch das erste mal, dass sie die Geduld und Konzentration hatte für das Kneten, Ausstechen und Dekorieren mit Freude von Anfang bis bis Ende. Zwei Jahre zuvor ist noch alles auf dem Boden gelandet bzw. alles einfach nur „zermanscht“ worden und letztes Jahr war spätestens nach der ersten Fuhre aus dem Ofen Ende im Gelände (ist ja auch schwierig, nicht direkt mit dem Plätzchen Futtern loszulegen). Ja, dieses Jahr hat ihr sogar das Dekorieren am meisten Spaß gemacht (und ich hatte nicht das Gefühl, dass nur noch ich am Ende daran Spaß hatte ;-)).

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Die Kiste mit der Weihnachtsdeko habe ich tatsächlich das erste mal aufgemacht, als ich die paar Kugeln für die Fotos rausgesucht hatte. Jaaaa, diese drei roten Kugeln sind ein (verzweifelter) Versuch wenigstens auf dem Blog ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen.

Abgesehen mal davon, dass das Rot der Kugeln sich durchaus ganz hübsch machen auf den Fotos, sind die auch nicht ganz fehl am Platz. Die Tagliatelle mit Maronen, Speck und Salbei (die echt fix in der Zubereitung sind – also ganz nach den 15 Minuten Pasta Gerichten à la Kochkraussell) könnten auch vielleicht eine Idee für das kommende Weihnachtsmenü sein, wo sie in etwas kleinerer Portion und am besten in diesen kleinen Parmesan Körbchen serviert werden, wie es Sandra von Hase im Glück schon bei ihrer weihnachtlichen Pasta-Vorspeise (Linguine mit Flusskrebsen und Jakobsmuscheln) gezeigt hat. Ach ja, wer ein großer Maronen Fan ist und gleichzeitig noch nach Inspirationen für sein Weihnachtsmenü braucht: noch mehr Maronen Pasta gibt es bei Katja oder wie wäre es mit einer Apfel Maronen Suppe von Corinne? Klingt doch beides grandios, nech?

Soooo und apropos Sandra…ich muss eigentlich ja nicht erwähnen, dass wir wieder den 17. haben, was natürlich bedeutet, dass es in die nächste Runde unserer 1+1-Reihe geht. Unter dem Thema Maronen hat sie ein super easy-peasy, aber bestimmt nicht minder leckeren Maronen Trüffel Kuchen gezaubert (*hier geht es zum Rezept). Also die perfekte Nachspeise für euer Weihnachtsmenü. Wenn das nicht mal wieder perfekt aufeinander abgestimmt ist (und selbstverständlich unabgesprochen).

So und nun eigentlich zum Wichtigsten: Nicht nur, dass es jeden Monat ein Highlight für uns und hoffentlich auch für euch ist. Nein, diese Runde ist eine ganz besondere, weil wir heute unseren Jahrestag haben. Ja, es ist schon ein Jahr her, als der Startschuss zur unserer gemeinsamen Koch- und Backaktion gefallen ist. An dieser Stelle an ganz großes Dankeschön an Sandra für ihre Bloggerfreundschaft, ganz viel Spaß bei den Beiträgen und auch für die Unkompliziertheit bei der monatlichen Abstimmung.

Maronen-Tagliatelle4

Für 2-3 (Hauptspeise) oder 5-6 (Vorspeise) Portionen benötigt man:

  • 250 g Tagliatelle
  • 200 g vorgegarte Maronen
  • 5 Scheiben Speck (ca. 75 g)
  • 5 große Salbeiblätter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • Olivenöl
  • Butter
  • Salz und Pfeffer
  • Parmesan

Zubereitung:

  1. Zwiebel fein würfeln und Knoblauchzehe fein hacken.
  2. Salbei in Streifen schneiden
  3. Maronen ganz grob hacken.
  4. Speckscheiben in Streifen schneiden, bei mittlerer Temperatur zerlassen und schön kross braten.
  5. Speckstreifen mit einer Schaumkelle aus der Pfanne entnehmen und auch auf einen Küchenkrepp abtropfen lassen.
  6. In die gleiche Pfanne 1-2 EL Olivenöl geben und Zwiebel anschwitzen.
  7. Knoblauch und Salbei hinzufügen und weiter anschwitzen.
  8. Zum Schluss die Maronen hinzufügen und diese anrösten lassen.
  9. Währenddessen Tagliatelle in Salzwasser al dente kochen, abgießen (dabei ca. 1 Tasse Kochwasser ausfangen) und tropfnass in die Pfanne geben.
  10. 2-3 Butterflocken auf der Pasta zerlassen und vorsichtig alles miteinander vermengen. Wenn die Pasta zu trocken ist etwas von dem Kochwasser hinzufügen.
  11. Heiß und mit frisch geriebenen Parmesan servieren.

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